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Piskowitz (Pěskecy)

Um das frühere Rittergut Piskowitz, das vermutlich an der Stelle einer einstigen Wasserburg steht, gruppieren sich neben Häusleranwesen Zwei- und Dreiseitgehöfte. Das im sorbischen Volksmund als Schloss bezeichnete ehemalige Herrenhaus dient heute als Wohngebäude. Einige Meter weiter befinden sich die von den Bewohnern selbst erbaute Dorfkapelle sowie der wunderschön gestaltete Reiterhof Bulang (Bulankec jěchanski dwór).

Der hohe Waldanteil auf der Dorfflur lässt sich auf den sandigen Boden zurückführen, auf den auch der Ortsname verweist (1280 Pezkowicz; pěsk = Sand). In den Kiefernforsten bei Piskowitz tritt öfters der Wacholder auf. Eine stattliche Winterlinde erhebt sich mit einem Stammumfang von 3m an der Straße nach Rosenthal. An der Nordostgrenze der Gemarkung befinden sich bei Schmerlitz 17 Hügelgräber, die als Bodendenkmale geschützt sind und der Lausitzer Kultur aus der Mittelbronzezeit angehören.

Das Vorhandensein von Braunkohle führte 1947 zum Aufschluss eines Tagebaus südlich von Piskowitz. Die Förderung lief im Frühjahr 1959 aus. Heute ist der "Manfredsee" mit Wasser gefüllt und dient Wassersportlern als Übungsgelände.

Piskowitz und seine 240 Einwohner besitzen einen von Wald umgebenen schönen Natursportplatz. Er wird gemeinsam mit dem Mehrzweckgebäude vom Sportverein Piskowitz (Sportowe towarstwo Pěskecy) bewirtschaftet. Am Natursportplatz siedelt auch der Jugendclub Piskowitz (Młodźinski klub Pěskecy).

Quellen: Hans Neumann und Werner Schmidt, "Westliche Oberlausitz zwischen Kamenz und Königswartha", 1990; Heinz Kubasch, "Heimatbuch"

Peters, Litho, LeipzigFoto: Schloss Piskowitz, 2003, radyserb

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