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Miltitzer Steinbruch (Miłočanska skała)

In dem ca. 3 km von Nebelschütz entfernten Steinbruch Miltitz haben Sie die Möglichkeit, dem Stein auf den Grund zu gehen. Anlässlich der 2. Internationalen Bildhauerwerkstatt wurden kleinere Skulpturen der Künstler unter Wasser verborgen...
Infos zum Tauchen oder Tauchenlernen finden Sie hier: www.druckausgleich.de

Alljährlich im späten Sommer findet am Steinbruchgelände eine Bildhauerwerkstatt mit internationalen Bildhauern statt.
weiter unter www.krabatstein.com

Geschichte des Miltitzer Steinbruchs

  • ca. 1900 wurde der Steinbruch erschlossen
  • handelt sich um Granodiorittagebau als Bestandteil des nördlichen Verbreitungsgebietes des Westlausitzer Granodiorits
  • das Gestein wird durchzogen von 1 Meter starken Doloritgängen, es neigt zur Rostbildung, es ist mittel- bis grobkörnig und heller sowie kontrastreicher als der Oberlausitzer Granit
  • der Bruch wurde als Kesselbruch angelegt und von oben nach unten abgebaut
  • es existierte eine Kabelkrananlage, die ca. 1970 als unzureichend eingestuft wurde, doch eine andere Technologie wurde nicht mehr zwecks Abbau installiert
  • ein geologisches Gutachten, auch ca. 1970, sprach von geologischen Gesamtvorräten von etwa 900.000 t, von denen 500.000 t noch als abbauwürdig angesehen wurden; d. h. in der Tiefe waren noch 70 % der Vorräte unerschlossen
  • der Steinbruch umfasste insgesamt zwei Tagebaue, Werkstätten, Lagerräume, Verarbeitungsanlagen, Aufenthaltsräume, eine Verladerampe und Toiletten
  • vermittels Reihenbohrungen wurden einst Rohblöcke ausgesprengt, per Kabelkrananlage diese aus dem Bruch gehoben und dann per Feldbahn zu den Arbeitsplätzen der sog. Schläger transportiert. Diese fabrizierten Borde, andere Blöcke wurden "veredelt" (Sägen, Bohren, Fräsen) zu den Werksteinerzeugnissen
  • am 30.06.2000 wurde der Abbau eingestellt
  • in 2006 haben ABM-Kräfte z. T. Abrissarbeiten vorgenommen, die alten Versorgungsleitungen mühsam erkundet (Abwasser, Zuwasser, Strom) und diese vorteilhafterweise wieder der Nutzung zugeführt
  • diese Arbeitskräfte haben aus den alten Baulichkeiten dem Pächter Tauchverein Freiberg eine Behausung um- und ausgebaut sowie vor allem das Hauptgebäude für die kulturelle Nutzung seitens der Gemeinde völlig saniert. Es entstanden ein großer und ein kleiner Aufenthaltsraum sowie eine Toilette/Waschraum (Küche wird 2007 angebaut)
  • nach dem Willen der Gemeinde Nebelschütz soll aus dem Steinbruch ein Kulturzentrum entstehen: Klein- und Großensemble für Freiluftveranstaltungen, Mischobstwiesen, Kräutergarten, verstetigte Bildhauerwerkstatt
  • bisher mit Unterlagen unterlegt als Besitzer:
    - vor 1957: Firma Carsten Claussen, Hoyerwerda
    - ab 01.01.1957: Firma Granitwerke Opitz u. Sohn, Bischofswerda
    - 01.12.1988: VEB Lausitzer Granit Demitz-Thumitz
    - danach Haniel-Granitwerke
    - 05.01.1994: Boral Granit
    - 08.12.2000: Kamenzer Granitwerke, Inhaber R. Ziesche
    - 2001: Gemeinde Nebelschütz
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